Einfach beschrieben handelt es sich bei Instagram um einen kostenfreien Micro-Blogging-Dienst, der sich auf das Teilen von Fotos und Videos spezialisiert hat. Erstmalig am 6. Oktober 2010 im App Store veröffentlicht wurde Instagram von Kevin Systrom und Mike Krieger entwickelt, die ihre auf HTML5-basierende Check-In-Software burbn um Fotos erweiterten und damit den Grundstein für eine der erfolgreichsten Apps legten. 18 Monate später war Instagram  für Android-Nutzer verfügbar. April 2012 verkündete Facebook seine Übernahme von Instagram zum Preis von ca. 760 Mio. Euro. Durch die Übernahme von Facebook sah sich der Kurznachrichtendienst Twitter offenbar zu einer Reaktion genötigt und blockierte das direkte Abrufen von Instagram-Inhalten durch die API. Seit November 2013 steht die Instagram-App auch den Windows Phone Nutzern zur Verfügung.

Instagram-Profile-Sascha-Tams

Was ist das Besondere an Instagram?

Ein besonders auffälliges Merkmal dieses Netzwerkes ist sein stetiges Wachstum an Nutzern. Es gibt diverse Foto-/VideoPlattformen, die ähnlich funktionieren, jedoch scheint Instagram hier die Nutzerbedürfnisse am besten getroffen zu haben. Ein klares und einfaches User-Interface, unterstützt von den beliebtesten Effekt-Einstellungen für Fotos und die leichte Anbindung der meistgenutzten sozialen Netzwerke bieten dem Anwender offensichtlich den größten Mehrwert. Hier darf der Mehrwert auch gerne mit Spaß gleichgesetzt werden.

Bereits 2014 wurden hierzu aussagekräftige Zahlen bekannt. Futurebiz brachte dazu am 18. Februar 2014 einen interessanten Artikel über die mobile Verweildauer in sozialen Netzwerken. Für Instagram lagen dazu folgende Zahlen vor:

  • Durchschnittlich verbrachte Zeit via Smartphone Apps per Nutzer je Monat: 03:40 Stunden
  • Monatliche Unique User via Smartphone App: 35 Millionen

Hinweis: Die genannten Zahlen beziehen sich allein auf den US-Markt.

Und auch Allfacebook publizierte am 7. Oktober 2014 eine sehr gute Infografik auf Ihrer Webseite. Hier lassen sich die Werte zu Instagram ebenso durchaus positiv erkennen:

  • Global betrachtet besitzen 20% der Internet-User im Alter von 16-64 Jahren einen Instagram-Account.
  • In Europa sind es immerhin bereits 16%, während in Latein Amerika, Mittleren Osten & Afrika schon Werte über 30% erreicht werden.
  • Die Anzahl der Internet-Nutzer, die einen Instagram-Account ihr Eigen nennen, stieg über die Quartale betrachtet stetig an. Während es in Q2/2013 um die 15% waren, steigerte es sich innerhalb eines Jahres  auf bis zu 20% in Q2/2014.
  • In den demographisch relevanteren Zielgruppen stellen die 16 bis– 24-jährigen Nutzer den Spitzenreiter mit 41% der aktiven Instagram-Nutzer, vor den 25- bis 34-jährigen die einen Wert von 35% erreichen.
  • Bei der Unterscheidung der aktiven Nutzer in männlich (51%) oder weiblich (49%) kann man meines Erachtens nahezu von einer Parität sprechen.

Sollte Instagram auch im Business-Bereich in Betracht gezogen werden?

Wenn die Voraussetzungen stimmen und es zur Content-Strategie und den Produkten passt, wäre es meiner Meinung nach sträflich, es nicht zumindest in Betracht zu ziehen und darüber intensiver nachzudenken. Instagram ist ein visueller Kanal. Anziehende, interessante Fotos über ein Produkt oder das Unternehmen werden bei guter Umsetzung oftmals vom Instagram-Nutzer mit einem Follow oder „Gefällt mir“ honoriert. Damit wird die Aufmerksamkeit und/oder Reputation erhöht und es lassen sich als Endergebnis Umsätze generieren. Im Zusammenspiel mit anderen Netzwerken lassen sich hier durchaus positive Ergebnisse erzielen.

Statista hatte schon 2014 aus unternehmerischer Perspektive eindeutige Werte vorliegen gehabt.

Infografik: Instagramm zieht an Twitter vorbei | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
Infografik: Immer mehr Marken nutzen Instagram | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Was sollte man noch über Instagram wissen?

Zu beachten ist auf Instagram, dass Fotos und Videos direkt über das Smartphone oder Tablett bearbeitet und hochgeladen werden. Es gibt vom Entwickler bisher keine zur Verfügung gestellte Möglichkeit, Instagram über seinen Web-Browser zu administrieren. Auf der Weboberfläche des Dienstes lassen sich nur die eigenen Account-Daten (Name, Nutzername, Biografie und Webseite) einsehen und bearbeiten. Auch den Foto- und Videostream kann man einsehen, um die Inhalte zu kommentieren oder ein „Gefällt mir“ zu hinterlassen. Um die Weboberfläche benutzen zu können, muss man sich mit seinem Nutzernamen anmelden. Profile können immer direkt besucht werden – sofern der Nutzer seines nicht auf „Privat“ gesetzt hat – indem man hinter der Instagram-Adresse einfach den /nutzernamen angibt.

Quellen:

Socialnetworkstrategien.de

Techfacts.de

Inmedium Werbeagentur

wiwo.de

Futurebiz.de

Statista.com

Allfacebook.de

Nico Kirch auf Pinterest

Instagram Hilfe

Instagram Business

Instagram Beispiel im Web