Der Einzelunternehmer ist das Erfolgsmodell in Deutschland. Mit knapp 2,3 Millionen registrierten Einzelunternehmen im Jahr 2013, war es die am häufigsten gewählte Rechtsform. Dieses hat sich bis zum aktuellen Zeitpunkt nicht geändert. Aber warum ist es eine so erfolgreiche Rechtsform?

Anzahl der Unternehmen* in Deutschland nach Rechtsform und Anzahl der Beschäftigten im Jahr 2013 (Stand Mai 2015)
0 bis 9 Beschäftigte** 10 bis 49 Beschäftigte 50 bis 249 Beschäftigte 250 Beschäftigte und mehr Insgesamt
Einzelunternehmer 2.234.840 56.380 2.140 84 2.293.444
Personengesellschaften
(zum Beispiel OHG, KG)
389.752 49.350 12.000 2.644 453.746
Kapitalgesellschaften
(GmbH, AG)
485.960 135.464 36.526 8.281 666.231
Sonstige Rechtsformen 180.027 27.069 7.046 2.103 216.245
Insgesamt 3.290.579 268.263 57.712 13.112 3.629.666

Alle weiteren Informationen zur Statistik finden Sie auf Statista

Wenn Sie eine Selbstständigkeit als Einzelunternehmer bzw. Kleinunternehmer in Betracht ziehen, werden Sie schnell bemerken, dass die Rechtsform Einzelunternehmen die unkomplizierteste Variante ist. Berücksichtigt man die erforderlichen Formulare und den Kapitaleinsatz, sind bei dieser Rechtsform kaum Hürden zu überwinden.

Das Unkomplizierte bezieht sich hierbei im Wesentlichen auf die Faktoren Behörden und Kapitaleinsatz. Sie haben die Möglichkeit mit 0,- zu ein Einzelunternehmen zu Gründen – Empfehlen würde ich es jedoch nicht. Zu beachten sind hierbei (laufende) Kosten die für Ihre Geschäftsidee von Nöten sind. Dieses können die Kosten der Server für eine Webseite oder zusätzliche Werkzeuge sein. Für die Gründung eines Einzelunternehmens ist dieses jedoch rechtlich nicht von Bedeutung.

Die schnellste Möglichkeit zur Gründung eines Einzelunternehmens ist die Meldung beim Finanzamt. Dort füllen Sie den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ aus. Nach wenigen Wochen erhalten Sie Ihre Steuernummer. Ab dem Moment der Abgabe sind Sie bereits ein selbstständiger Einzelunternehmer.. Diese Variante steht allerdings nur den Vertretern der sogenannten „Freien Berufe“ offen.

Das Formular ist ebenso im Internet erhältlich: Amtsvordrucke.de – Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Die Gewerbeanmeldung

Die Frage ob eine Gewerbeanmeldung erforderlich ist, lässt sich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt, dass jeder Gründer zugleich auch ein Gewerbetreibender ist. Die Gewerbeordnung besagt, dass Sie ein Gewerbe ausführen, wenn Sie Ihre Tätigkeit selbstständig und regelmäßig vollbringen und sofern Sie Ihre Tätigkeit entgeltlich zum Erzielen von Gewinnen ausüben.

Sie müssen keine Gewerbeanmeldung ausführen, wenn Sie einen „Freien Beruf“ ausüben. „Freie Berufe“ sind zum Beispiel Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte, Berater, Künstler oder Schriftsteller. Einzelne Berufe aus der Medizin wie zum Beispiel Physiotherapeuten sind von einer Gewerbeanmeldung ebenso befreit.

Die Zusammenfassung zur Gründung eines Einzelunternehmens:

  • Ein Einzelunternehmen kann ohne große finanzielle Rücklagen gegründet werden
  • Die Anmeldung ist unkompliziert und schnell
  • „Freie Berufe“ müssen dieses nur beim Finanzamt angeben um die Selbstständigkeit zu beginnen.
  • Eine zusätzliche Gewerbeanmeldung ist erforderlich, wenn Sie keinen „Freien Beruf“ ausüben.

Grundsätzlich gilt: Bestehen Unsicherheiten ob Sie zusätzlich ein Gewerbe anmelden müssen, dann Fragen Sie einfach bei Ihrer entsprechenden Behörde nach. In der Regel wird Ihnen dieses dort bereits bei einem kurzen Anruf beantwortet.

Fazit: Wie gründe ich ein Einzelunternehmen? – Sie melden dieses beim Finanzamt. Im Einzelfall ist eine zusätzliche Gewerbeanmeldung notwendig.

Wenn Sie ein Gewerbe anmelden, ist das Thema Handelsregistereintrag und HGB mit hoher Wahrscheinlichkeit von Relevanz für Sie. Dazu mehr im nachfolgenden Kapitel.

 

Rechtliche Informationen für Einzelunternehmer

Rechtliche Informationen für Einzelunternehmer

 

Die Rechtsform „Einzelunternehmen“ ist die bequemste Möglichkeit sich auf Grundlage einer Selbstständigkeit zu verwirklichen. Ein Einzelunternehmer ist aus rechtlicher Perspektive eine einzelne, natürliche Person und geht einer Tätigkeit als Freiberufler, Gewerbetreibender oder Landwirt nach.

 

  • § 29 HGB

Jeder Kaufmann ist verpflichtet, seine Firma, den Ort und die inländische Geschäftsanschrift seiner Handelsniederlassung bei dem Gericht, in dessen Bezirke sich die Niederlassung befindet, zur Eintragung in das Handelsregister anzumelden.

In Anlehnung an das HGB (Handelsgesetzbuch) ist ein Einzelunternehmen ein Unternehmen eines vollumfänglich haftenden Einzelkaufmanns. Das HGB unterscheidet hierbei primär drei Varianten:

 

  • § 1 HGB

(1) Kaufmann im Sinne dieses Gesetzbuchs ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt.

(2) Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, daß das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert.

 

  • § 2 HGB

Ein gewerbliches Unternehmen, dessen Gewerbebetrieb nicht schon nach § 1 Abs. 2 Handelsgewerbe ist, gilt als Handelsgewerbe im Sinne dieses Gesetzbuchs, wenn die Firma des Unternehmens in das Handelsregister eingetragen ist. Der Unternehmer ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Eintragung nach den für die Eintragung kaufmännischer Firmen geltenden Vorschriften herbeizuführen. Ist die Eintragung erfolgt, so findet eine Löschung der Firma auch auf Antrag des Unternehmers statt, sofern nicht die Voraussetzung des § 1 Abs. 2 eingetreten ist.

 

  • § 3 HGB

(1) Auf den Betrieb der Land- und Forstwirtschaft finden die Vorschriften des § 1 keine Anwendung.

(2) Für ein land- oder forstwirtschaftliches Unternehmen, das nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, gilt § 2 mit der Maßgabe, daß nach Eintragung in das Handelsregister eine Löschung der Firma nur nach den allgemeinen Vorschriften stattfindet, welche für die Löschung kaufmännischer Firmen gelten.

(3) Ist mit dem Betrieb der Land- oder Forstwirtschaft ein Unternehmen verbunden, das nur ein Nebengewerbe des Land- oder forstwirtschaftlichen Unternehmens darstellt, so finden auf das im Nebengewerbe betriebene Unternehmen die Vorschriften der Absätze 1 und 2 entsprechende Anwendung.

Was bedeutet ebendieses jetzt für Sie?

§29 HGB betrifft das Führen einer „Firma“. Die Bezeichnung dafür nennt man „Istkaufmann“ (ehemals „Musskaufmann“) und bezieht sich auf § 1 HGB.

Das Führen einer „Firma“ und die freie Wahl der Unternehmensbezeichnung („Firmenname“) sind in Deutschland vorbehaltlich Einzelunternehmen gestattet, welche sich an die Vorschriften des HGB binden und sich im Handelsregister eintragen. In diesem Fall ist der Name des Unternehmens um einen der betreffenden Zusätze gemäß § 19 HGB zu ergänzen:

  • eingetragener Kaufmann ( e. K. oder e. Kfm. )
  • eingetragene Kauffrau ( e. Kfr. )

Beispiel:  Firma Mustermann e. Kfr

Dieses ist insofern relevant da der Unternehmensname einschließlich des Zusatzes, die rechtsverbindliche Bezeichnung des Unternehmens im Geschäftsverkehr ergibt.

Wer muss sich nicht im Handelsregister eintragen?

§ 2 und § 3 HGB nehmen Bezug auf den sogenannten „Kannkaufmann“.

Wie die Bezeichnung es bereits suggeriert ist die Eintragung in das Handelsregister eine Möglichkeit („kann“), jedoch keine zwingend erforderliche Maßnahme („Muss“ = Istkaufmann). Sie kann freiwillig erfolgen.

In aller Regel sind Sie damit ein selbstständiger Einzelunternehmer. Im Geschäftsverkehr zeichnen Sie üblicherweise mit Ihrem bürgerlichen Namen und mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen ab.

Beispiel: Martina Mustermann

Der Hinweis einem ist insofern vorgegeben, da Sie bei einem doppelten Vornamen nicht beide angeben müssen. Mindestens einer ist gesetzlich vorgeschrieben.

Früher war erforderlich die gewerbliche Tätigkeit oder Ihr Branche anzugeben. Dieses ergab sich aus § 15b GewO (Gewerbeordnung). Diese Verordnung wurde jedoch im Jahre 2009 aufgehoben, sodass es Ihnen heutzutage freisteht und es sich dabei nur noch um eine Empfehlung handelt, die aus rechtlicher Betrachtung sinnvoll sein kann.

Beispiel: Häckelsöckchen Martina Mustermann

Wichtig dabei: Für Einzelunternehmer ohne Eintrag in das Handelsregister gelten allein die Vorschriften des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Für Einzelunternehmer mit entsprechender Eintragung sind die Vorschriften des HGB gültig und die des BGB subsidiär.

Subsidiär = in der Rechtstheorie sind die Gesetze des HGB denen des BGB in ihrer Wertigkeit höher gewichtet. Für Einzelunternehmer mit Eintrag in das Handelsregister bedeutet dieses zum Beispiel, dass bei rechtlichen Streitigkeiten die Verordnungen des HGB beachtet werden. Würden sich hierbei Gesetze des BGB mit denen des HGB in einem Streitfall kollidieren, würde das BGB bei einer möglichen Entscheidungsfindung zu einem Urteil nachrangig gewichtet werden.

Beispiel: Verfassungsbeschwerden gegen neue Gesetze. Der Schutz der Verfassung ist höher zu bewerten, als bestehende oder neue Gesetze anderer Verordnungen. Bei einem Urteil könnte der Gesetzgeber aufgefordert werden diese zu ändern und/oder Gesetze werden für nichtig erklärt.

Für „Firmen“ (§ 1 HGB) ist das HGB maßgebliches Gesetz. Dieses bedeutet jedoch nicht, dass die Verordnungen des BGB vollends aufgehoben sind! Diese haben ebenso ihre Gültigkeit.

Die Zusammenfassung zu den rechtlichen Informationen für Einzelunternehmer:

Istkaufmann nach § 1 HGB

  • Führen einer „Firma“ mit Eintrag ins Handelsregister erforderlich
  • Ergänzung des Unternehmensnamens um ein e. K. , e. Kfm. oder e. Kfr.
  • Name und Zusatz ergeben die rechtsverbindliche Bezeichnung im Geschäftsverkehr
  • Unterliegt dem HGB, BGB subsidiär

Kannkaufmann nach § 2 HGB und § 3 HGB

  • Kleingewerbetreibender und Einzelunternehmer ohne Handelsregistereintrag
  • Bezeichnung im Geschäftsverkehr in der Regel mit eigenen bürgerlichen Namen und mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen
  • Hinweise auf Gewerbe oder Branche sind zulässig und empfohlen
  • Unterliegt dem BGB

Fazit: Die erforderliche Eintragung in das Handelsregister gemäß § 29 HGB ist für den „Istkaufmann“ nach § 1 HGB gesetzlich vorgeschrieben. Nicht jeder Einzelunternehmer mit Gewerbeanmeldung muss sich in das Handelsregister eintragen. Diese Ausnahmen sind definiert unter § 2 und § 3 HGB. Die Unterschiede betreffen das Führen einer „Firma“, die Angabe des Unternehmennamens im geschäftlichen Schriftverkehr und den für das Unternehmen relevanten gesetzlichen Verordnungen (HGB und BGB).

Hinweis & Tipp : Der Artikel ist keine Rechtsberatung. Sind Sie sich bei rechtlichen Fragestellungen nicht sicher, ist es die Empfehlung, einen entsprechenden Fachanwalt aufzusuchen.

 

Finanzielle Informationen für Einzelunternehmer

Finanzielle Informationen für Einzelunternehmer

 

Über die Haftung eines Einzelunternehmers

Einzelunternehmer führen die Geschäftsbeziehungen unter dem eigenen Namen. Sie handeln auf eigene Rechnung und unter eigenen Risiko.

Sie können mittels einer Handlungsvollmacht auch einen Angestellten des Unternehmens die Leitung übertragen. Damit besteht die Möglichkeit, dass Dritte zur Führung der Geschäfte bevollmächtigt werden.

Einzelunternehmer können Verbindlichkeiten eingehen und weitere Rechte erwerben. Ebenso kann ein Einzelunternehmer vor Gericht klagen und verklagt werden.

Ein Einzelunternehmer haftet mit dem gesamten Eigenvermögen für die Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Die Gründung eines Einzelunternehmens hat zur Folge, dass Privatvermögen zum Betriebsvermögen wird, welches in das Unternehmen einbracht wird. Dieses umfasst das Barvermögen ebenso, wie auch sonstige Güter als da wären Pkw, Immobilien usw.

Fazit: Sie haften vollumfänglich mit Ihrem gesamten Vermögen.

 

Gewinn und Steuern bei einem Einzelunternehmen

Soweit ein Einzelunternehmer nicht im Handelsregister eingetragen ist, gelten die Buchführungsvorschriften der Abgabenordnung (§ 141 AO), was bedeutet, dass der Unternehmer bis zu einem steuerlichen Jahresgewinn von 60.000 Euro oder einem Jahresumsatz von 600.000 Euro von der Bilanzierung befreit ist und seinen Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ermitteln darf. Erst nach einmaliger Überschreitung dieser Grenze wird der Inhaber des Einzelunternehmens durch das Finanzamt zur Bilanzierung im Sinne § 141 AO in Verbindung mit § 4 Absatz 1 EStG aufgefordert.

Einzelunternehmer, die Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuches sind, waren bis zum Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes nach Handelsrecht verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen ihre Handelsgeschäfte und die Lage ihres Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) ersichtlich zu machen (Bilanzierung). Durch § 241a HGB sind damit auch eingetragene Kaufleute unter den oben genannten Voraussetzungen von der Buchführungspflicht befreit und können Ihren Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ermitteln.

 

  • Gewerbesteuer

Als Einzelunternehmer kommen Sie in die Pflicht zur Gewerbesteuer, wenn Sie einer Tätigkeit ausüben, die dem Gewerbesteuergesetz entspricht (§ 2 GewStG). Der Betrag wird teilweise auf die Einkommensteuer  angerechnet.

Bei der Gewerbesteuer haben Sie einen Freibetrag von 24.500 Euro per anno.

Die Bemessungsgrundlage ist, ebenso wie bei der Einkommenssteuer, der Gewinn. Der Gewinn ergibt sich aus dem Umsatz abzüglich der anfallenden Kosten (Betriebsausgaben). Das können Versicherungen, Miete, Strom, Werbekosten und vieles mehr sein. Es muss sich um Kosten handeln, welche für die Ausführung Ihres Gewerbes notwendig sind und somit einen Bezug zu den Betriebsausgaben bilden.

Für Interessierte geht es hier zu einem Gewerbesteuerrechner (Link).

 

  • Einkommensteuer

Die Pflicht zur Einkommensteuer obliegt nicht dem Unternehmen. Sie wird vom Inhaber erhoben. Das bedeutet, dass Sie als Person besteuert werden.

Einzelunternehmen können Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb und aus selbstständiger Arbeit erzielen. Die Einkünfte unterliegen im Jahr des Entstehens der Einkommensteuer und dieses unabhängig davon, ob bereits Gewinn entnommen wurde.

Bei Einkünften aus Gewerbebetrieben vermindert sich die tarifliche Einkommensteuer um das 3,8-fache des Gewerbesteuer-Messbetrages = Steuerermäßigung gem. § 35 EStG.

Für Interessierte geht es hier zu einem Einkommensteuerrechner (Link).

 

  • Umsatzsteuer

Als Einzelunternehmer sind Sie im Sinne des Umsatzsteuergesetzes ein Unternehmer. Aufgrund dieser Definition sind Sie verpflichtet, Aufzeichnungen über Ihre Einnahmen und Ausgaben zu erstellen. Diese dienen als Grundlage zur Berechnung und letztendlichen Feststellung zur Höhe Ihrer Umsatzsteuer (§ 22 UStG).

Sind Sie der Inhaber mehrerer Einzelunternehmen, so haben Sie alle Unternehmen in einer Umsatzsteuererklärung bei Ihrem Finanzamt anzumelden. Befinden sich die Unternehmen in verschiedenen Bezirken, so melden Sie die gemeinsame Umsatzsteuer bei dem Finanzamt, wo Sie Ihr erstes Einzelunternehmen angemeldet haben (§§ 18 ff AO).

Wenn Sie insgesamt unter einem Gesamtjahresumsatz von 17.500 Euro bleiben, haben Sie die Möglichkeit von der sogenannten Kleinunternehmer-Regelung gebrauch zu machen. In diesem Fall können Sie dann jedoch auch keine Vorsteuern geltend machen (§ 19 UStG).

Für Interessierte geht es hier zu einem Umsatzsteuerrechner (Link).

 

  • Erbschaftsteuer

Wenn Ihr Unternehmen im Zuge einer Schenkung oder einer Erbfolge auf einen Nachfolger übertragen wird, so gibt es einen speziellen Freibetrag für Betriebsvermögen (§ 13a ErbStG).

Fazit: Die Steuern welche für Sie als Einzelunternehmer infrage kommen könnten, sind förmlich betrachtet im Grunde übersichtlich. Die einzelnen Freibeträge sind definiert und es stehen Ihnen entsprechende Rechner im Internet zur Verfügung. Dennoch wirken viele Selbstständige überrascht, sobald sich das Finanzamt bezüglich der Steuern meldet und die Forderung zur Nachzahlung eintrifft. Begehen Sie nicht den Fehler und betrachten die Einnahmen Ihres Unternehmens als etwas, was Sie für den privaten Gebrauch frei entnehmen können. Gehen Sie mit Bedacht vor.

Hinweis & Tipp : Der Artikel ist keine Rechtsberatung bzw. Steuerberatung. Ich empfehle wirklich einen Steuerberater, welcher Sie bei diesen Themen unterstützt.

Für Interessierte geht es hier zu einem Erbschaftssteuerrechner (Link)

Fazit: Die Steuern welche für Sie als Einzelunternehmer infrage kommen könnten, sind förmlich betrachtet im Grunde übersichtlich. Die einzelnen Freibeträge sind definiert und es stehen Ihnen entsprechende Rechner im Internet zur Verfügung. Dennoch wirken viele Selbstständige überrascht, sobald sich das Finanzamt bezüglich der Steuern meldet und die Forderung zur Nachzahlung eintrifft. Begehen Sie nicht den Fehler und betrachten die Einnahmen Ihres Unternehmens als etwas, was Sie für den privaten Gebrauch frei entnehmen können. Gehen Sie mit Bedacht vor.

Hinweis & Tipp : Der Artikel ist keine Rechtsberatung bzw. Steuerberatung. Ich empfehle einen Steuerberater, welcher bei diesen Themen unterstützt.

 

Abmelden eines Einzelunternehmens

Wie melde ich ein Einzelunternehmen ab?

 

Die Auflösung eines Einzelunternehmens erfolgt durch die Überführung der Betriebsgrundlagen in das eigene Privatvermögen, oder durch Verkauf des Unternehmens.

Die Entscheidung zur Aufgabe (Auch: Liquidation) eines Unternehmens obliegt dem Gründer. Bei einem Einzelunternehmen muss das Betriebsvermögen nicht unter mehreren beteiligten Personen aufgeteilt werden, wodurch sich die Auflösung in die folgenden Punkte einteilen lässt:

  • Wertermittlung – Aufnahme des Bestands und erfassen aller Vermögenswerte
  • Verarbeitung – Überführung vom Betriebsvermögen in das Privatvermögen
  • Administration – ggf. Antrag auf Austragung aus dem Handelsregister (§ 31 HGB) und Abmeldung des Gewerbes bei den zuständigen Behörden (Ordnungsamt/Gewerbeamt und Finanzamt)

 


Präsentation zur Rechtsform des Einzelunternehmens in Deutschland von Sascha Tams