Twitter wurde unter eben diesem Markennamen offiziell am 19. April 2007 gegründet. Zuvor gab es diesen Dienst unter dem Namen twttr welcher bereits im März 2006 gegründet wurde. Der Twitter-Mitgründer Jack Dorsey sendete den ersten Beitrag am 21. März 2006 mit dem folgenden Inhalt:

First-Tweet-Jack-Dorsey

Das Gründer-Team bestand aus Evan Williams, Noah Glass, Biz Stone und dem bereits erwähnten Jack Dorsey. Der Börsenstart von Twitter erfolgte x. Jahre später am 07. November 2013. Der Ausgabewert einer Twitter-Aktie betrug dabei 26 Dollar und hat seinen bisherigen Höchstwert von 74 Dollar je Aktie am 26. Dezember 2013 (x Tage nach Börsengang) erreicht. Mittlerweile relativierte sich der Kurs und liegt zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 03. Februar 2015) bei 37 Dollar.

Das Netzwerk ermöglicht den Versand von Beiträgen mit einer maximalen Länge von bis zu 140 Zeichen. Diese Beiträge werden auf Twitter als “Tweets” bezeichnen, das  übersetzt so viel wie“zwitschern” bedeutet. Diese Tweets können dabei von allen Twitter-Nutzern gesehen werden. Ein eingestellter Tweet wird den eigenen “Followern” (Abonnenten des eigenen Accounts) in deren Nachrichten-Stream angezeigt. Wenn der Tweet so interessant und gut ist, dass er von anderen Nutzern sogar mit einem retweet gewürdigt wird, hat ein Tweet das Potenzial, hunderte oder gar tausende (aktiv agierende) Nutzer zu erreichen.

Im privaten Bereich gibt es durchaus erfolgreiche Twitter-Nutzer in Deutschland. Dabei stechen einige z.B. durch Ihren Humor heraus, andere wiederum durch fachliche Kompetenzen, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen.

Zum einen wäre da Marie von den Benken mit derzeit über 35.000 Follower und mehr als 12.000 Tweets:


Und auch Kerstin Kitzman ist mit ihren aktuell über 5.500 Tweets und über 2.600 Followern überaus lesenswert.


Welchen Mehrwert bietet Twitter für Unternehmen?

Jedes Unternehmen möchte mit seinem Webauftritt in den Suchergebnissen der gängigen Suchmaschinen gefunden und im Idealfall auf der ersten Seite der Ergebnisse angezeigt werden. Eine häufige Verlinkung relevanter Artikel und Seiten auf den sozialen Netzwerken, zu denen selbstverständlich auch Twitter gehört, ist ein weiteres sogenanntes Social Signal, das sich positiv auf Webpräsenz auswirken kann und durchaus als Mittel der Suchmaschinen-Optimierung betrachtet werden sollte.

Direkte und ehrliche (menschliche) Dialoge könnten Unternehmen die Kaufentscheidung eines potenziellen Kunden positiv beeinflussen. Schafft ein Unternehmen, sich als Experte zu etablieren und geht beispielsweise auf die Fragen der Nutzer ein, kann das Vertrauen in das Unternehmen oder das Produkt gesteigert werden. Nützlich ist hierbei der Hinweis, dass Twitter zwar eine Art Dialogmedium ist – aber kein Chat. Es empfiehlt sich nicht,  Service-Anfragen über den gleichen Unternehmens-Account zu beantworten, die sich mit der Vermarktung eines Produktes oder des Brand-Managements zum Unternehmen befassen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte man anhand seiner Ziele und Möglichkeiten definieren, welche Unternehmens-Accounts wirklich benötigt werden.

Eine Differenzierung der Kanäle wie Marketing und Customer Service ermöglicht, darüber hinaus hochwertigere Erfolgskontrollen festgelegter KPI und granularere Analyse-Möglichkeiten zu potenziellen, neuen Kunden und Themen (Feedback).

Einen sehr guten Eindruck wie ein Unternehmens-Account auf Twitter agieren und an Sympathie-Werten gewinnen kann, ermöglicht die Fluggesellschaft Royal Dutch Airline (KLM)

Twitter-Reaction-KLM

Zum Thema Service auf Twitter ist der Account der Telekom zwingend erwähnenswert und dient als exzellentes Beispiel, wie Twitter als zusätzlicher Kanal im Kundenservice funktionieren kann.

Twitter-Telekom-Hilft

Quellen: